In München stehen immer weniger Flächen für Neuentwicklungen zur Verfügung. Entsprechend verhalten sind die Vermietungen von Logistikimmobilien.

Der Münchner Einzelhandelsmarkt steht vor einem großen Umbruch. Die Investoren sind immer noch unsicher, wie sich der zunehmende Onlinehandel auf den stationären Einzelhandel auswirken wird. Das bremst die Kauflust.

Die Grundstückspreise in München sind in den vergangenen Jahren zum Teil erheblich gestiegen. Das zeigt ein Vergleich der Bodenrichtwerte aus den vergangenen vier Jahren, den Aigner Research vorgenommen hat. Besonders deutlich entwickelten sich die Preise im Lehel und in der Maxvorstadt. Hier gab es zum Teil Preissprünge im dreistelligen Bereich. Spitzenreiter bei den Grundstückspreisen ist erneut die Fußgängerzone Kaufingerstraße/Neuhauser Straße mit einem Quadratmeterpreis von 160.000 € – ein Plus von 87 % in zwei Jahren.

Der Münchner Investmentmarkt ist verhalten in das Jahr gestartet. Nachdem im vergangenen Jahr gewerbliche Immobilien im Wert von deutlich über sechs Milliarden Euro umgesetzt wurden, waren es im ersten Halbjahr 2019 gerade einmal etwas über zwei Milliarden Euro.

Der Münchner Markt für mehrge­schossige Wohn-, Büro- und Ge­­schäftshäuser trocknet langsam aus. Zwar sind solche Zins- oder Renditehäuser bei Investoren nach wie vor sehr beliebt, doch auf dem Markt sind kaum noch Objekte zu bekommen.

In München sind auch bei den gewerblichen Immobilien Preissteigerungen spürbar. Zwar wurden acht Prozent mehr Objekte verkauft, der Geldumsatz bei Hotels, klassischen Gewerbegebäuden und Büroimmobilien stieg allerdings im Vergleich zum Vorjahr um gut 16 Prozent. Hier waren insbesondere Hotels und Boardinghäuser bei den Investoren und Bauherren gefragt.

In Europa stehen die Chancen für einen anhaltenden Aufschwung der Immobilienmärkte gut. Die nachlassende Konjunktur zwingt die Europäische Zentralbank, die Zinsen niedrig zu halten. Und auch die Gefahr, dass vermehrt Kapital auf der Suche nach einer höheren Rendite aus den europäischen Immobilienmärkten in die USA abfließt, ist nach der jüngsten Zinssenkung der US-Notenbank geringer geworden.

Am 7. August 2019 ist in München und 161 weiteren Gemeinden in Bayern nun auch die Mietpreisbremse in Kraft getreten. Es ist der politische Versuch, die Mietpreisentwicklung unter Kontrolle zu bringen. Weil sie nach ihrer bundesweiten Einführung im Juni 2015 nicht in erhofftem Maße gewirkt hat, wurde an diesem Instrument nochmal herumgeschraubt, anstatt anzuerkennen, das es gescheitert ist.