Preisentwicklung von Wohnungen und Einfamilienhäusern in München 2022: Die teuersten Wohnungen der Republik

Insgesamt wurden 2021 rund 3.045 neu gebaute Eigentumswohnungen verkauft und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig sind die Durchschnittspreise erheblich um rund 15 Prozent angestiegen. Käufer gaben für eine neu gebaute Eigentumswohnung zwischen 9.900 und 11.200 €/m² Wohnfläche (WF) aus. Davon hatten 27 Prozent aller verkauften Neubauobjekte einen Quadratmeterpreis von über 10.000 Euro. In guten zentralen Lagen mussten Käufer für eine rund 89 m² große Wohnung sogar ca. 19.000 €/m² im Schnitt ausgeben. Die teuerste Eigentumswohnung war im vergangenen Jahr in Bogenhausen zu finden. Hier zahlte ein Käufer für eine gut 395 m² große Wohnung 10,9 Mio. Euro. Das entspricht rund 27.600 €/m² WF, ist aber auch für München immer noch eine Ausnahme – obgleich die bayerische Landeshauptstadt im Vergleich mit den Big Seven bei den Preisen für Neubauwohnungen mit weitem Abstand führt.

Eigentumswohnungen – Bestand:

7.920 Bestandswohnungen wechselten im vergangenen Jahr den Besitzer. In durchschnittlichen und guten Lagen stiegen die Preise dabei wie im vergangenen Jahr um rund 9 Prozent. Sie kosten nun im Mittel je nach Lage, Größe und Ausstattung zwischen 7.900 und 12.750 €/m² WF. Rund 17 Prozent aller verkauften Bestandsobjekte hatten einen Quadratmeterpreis von über 10.000 Euro. Die teuerste Wohnung im Jahr 2021 liegt im Lehel und ist 365 m² groß. Sie wurde für 8,4 Mio. Euro verkauft. Der Käufer bezahlte für den Quadratmeter Wohnfläche also rd. 23.000 Euro.

Frei stehende Einfamilienhäuser:

Frei stehende Einfamilienhäuser sind in der dicht besiedelten Stadt München eher selten anzutreffen. Auch die Anzahl der jährlichen Transaktionen ist im Vergleich eher marginal. Insgesamt 201 wechselten 2021 den Besitzer, davon zwölf Neubauobjekte, für die die Käufer im Schnitt rund 2,26 Mio. Euro aufbringen mussten (2020: 2,1 Mio. Euro). Bestandsimmobilien kosten rund 1,75 Mio. Euro im Schnitt (2020: 1,6 Mio. Euro). Den höchsten Kaufpreis bezahlte ein Käufer für ein Einfamilienhaus in bester Wohnlage in Nymphenburg: Hier wurden 14,5 Mio. Euro aufgerufen. Insgesamt 19 verkaufte frei stehende Einfamilienhäuser hatten einen Kaufpreis von über 4 Mio. Euro.

Doppelhäuser:

Doppelhaushälften haben sich innerhalb eines Jahres im Neubau im Schnitt um 12 Prozent auf rd. 1,46 Mio. Euro und um rund sechs Prozent auf 1,27 Mio. Euro im Bestand verteuert. Die Zahl der Kauffälle stieg leicht von 408 im Jahr 2020 auf 412 2021. Münchens teuerste Doppelhaushälfte steht auch diesmal wieder in Bogenhausen und kostete 5,2 Mio. Euro.

Reihenhäuser:

Reihenhäuser sind in München nur noch als Mittelhaus im Bestand unter der 1-Mio.-Euro-Grenze zu haben – wenn auch nur sehr knapp. Ansonsten werden im Schnitt bis zu 1,33 Mio. Euro für Reihenendhäuser im Neubau (2020: 1,2 Mio. Euro) bzw. 1,12 Mio. Euro im Wiederverkauf aufgerufen (2020: 1,05 Mio. Euro). Für ein neu gebautes Reihenmittelhaus müssen Käufer durchschnittlich 1,18 Mio. aufbringen (2020: 1,1 Mio. Euro). Bestandshäuser kommen im Schnitt auf rd. 990.000 Euro (2020: 950.000 Euro). Einen Ausreißer bildet hier ein Reiheneckaus in guter zentraler Lage in Schwabing, das für 11,8 Mio. Euro den Besitzer wechselte.

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