Wohnen im Alter – Tipps und Infos fürs altersgerechte Wohnen

Viele Menschen stellen sich die Frage, ob ihre Immobilie sich für das Wohnen im Alter überhaupt eignet. Wege ins obere Stockwerk können plötzlich zum unüberwindbaren Hindernis werden, die Gartenarbeit lässt sich womöglich im Alter nicht mehr bewältigen oder die Einrichtung des Badezimmers ist nicht ausreichend funktional. Dazu sind ältere Eigentümer häufig unsicher, wie sie hier überhaupt optimale Lösungen finden sollen – gerade, wenn ein Leben voller schöner Erinnerungen eng mit dem Eigentum verbunden ist.

In unserer Checkliste erhalten Sie weitere Tipps, wie Sie sich das Wohnen im Alter erleichtern können.

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7 Tipps, die das Wohnen im Alter erleichtern

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Altersgerechtes Wohnen – das sind die Möglichkeiten

Altersgerechtes Wohnen umfasst verschiedene Möglichkeiten. Die Frage, ob Menschen später in ihrer Immobilie wohnen bleiben können oder nicht, hängt dabei von sehr vielen Faktoren ab. Wichtig bei der Entscheidung ist die persönliche Lebenssituation, verbunden mit den eigenen Wünschen und oft auch mit denen von Angehörigen. Wie die Wohnsituation später aussehen und eventuell umgesetzt werden soll, bespricht man daher am besten so früh wie möglich. Wir zeigen Ihnen hier verschiedene Lebensmodelle und Varianten auf.

Rechtliche Beratung

Dieser Inhalt dient einem unverbindlichen Informationszweck und stellt weder eine Steuer- noch eine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne dar. Die Angaben erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit und verstehen sich ohne Gewähr. Sie können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Wir verfügen über ein dichtes Netzwerk aus renommierten Rechtsanwälten, Notaren und Steuerberatern, das wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Altersgerechter Umbau

Der altersgerechte Umbau einer Immobilie ermöglicht älteren Menschen ein weitgehend selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden. Auch ohne professionelle Hilfe ist dann ein problemloses Bewegen in der Wohnung möglich – barrierefrei und sicher.

Der Umbau einer Immobilie für ein altersgerechtes Wohnen ist ein Vorhaben, das frühzeitig geplant werden sollte. Neben finanziellen Aufwendungen sollten auch zeitliche Modalitäten und die rechtzeitige Verfügbarkeit von spezialisierten Handwerkern in Betracht gezogen werden. Ob sich ein Haus oder eine Wohnung für einen altersgerechten Umbau eignet, muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Wichtig ist, dass alle Umstände genau und umfassend bedacht werden. Achtung: Bei der Planung eines Umbaus sollten auch mögliche Sanierungsmaßnahmen an der Immobilie, z. B. im Rahmen einer energetischen Sanierung, bedacht werden. Muss zum Beispiel die Heizung im Haus sowieso erneuert werden, kann dies mit einem möglichen Umbau, zum Beispiel dem des Sanitärbereichs, gekoppelt werden.

Ob Ihre Immobilie sich für einen altersgerechten Umbau eignet, erfahren Sie mit unserer Checkliste.

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Seniorenwohnung mit Rundum-Betreuung

Die Wohnformen im Alter sind vielfältig. Doch bei allen Angeboten stellt sich vor allem die Frage: Ist ein Umzug möglich und überhaupt gewünscht? Oder möchte der betreffende Mensch lieber in seinem gewohnten Umfeld bleiben? Gerade wenn ein Senior ein Leben lang in einer Immobilie verbracht hat, ist die Umzugsbereitschaft wahrscheinlich gering – gerade auch, wenn es sich um Eigentum handelt. Laut einer von Statista durchgeführten Umfrage im Jahr 2009 waren 71 Prozent der befragten Senioren nicht bereit, in eine altersgerechte Wohnung umzuziehen.

Betreutes Wohnen daheim

Bei dieser Variante kann das Haus oder die Wohnung behalten werden. Ist ein altersgerechter Umbau erfolgt, besteht die Möglichkeit, eine Art betreutes Wohnen über ambulante Dienste, Sozialstationen und Pflegedienstleister zu organisieren. Die Hilfe erfolgt über Hausbesuche. Für diese Wohnform werden auch Begriffe wie „Wohnen plus“ oder „Betreutes Wohnen im Bestand“ verwendet.

Wohnstift und Seniorenresidenz

Im Wohnstift oder in der Seniorenresidenz leben Senioren in einer eigenen, abgeschlossenen Wohnung oder einer Wohnanlage. Zu den Angeboten, die bezahlt werden müssen, gehören Dienstleistungen sowie Pflege und Betreuung. Dazu existieren weitere zusätzliche Leistungen, die über das Angebot in einem Alten- und Pflegeheim hinausgehen. Die Kosten sind hier entsprechend hoch. Vertraglich unterliegen diese Einrichtungen dem Heimgesetz.

Betreutes Wohnen in einer Seniorenwohnung

Wenn der Umbau der eigenen Immobilie in eine barrierefreie Wohnung nicht möglich ist, kann der Umzug in eine Seniorenwohnung mit Betreuungsangeboten eine Option sein. Bei der Senioren- oder Altenwohnung handelt es sich um eine speziell ausgestattete Wohnung, die sich meist in einer eigenen Wohnanlage befindet. Zur Wohnung gehört oft ein Paket an Grundleistungen, das dazu gebucht werden muss.

Die Grundbetreuung umfasst in der Regel eine Notrufsicherung sowie Beratungs- und Informationsleistungen. Pflegeleistungen, Reinigungsdienste und das Bereitstellen von Mahlzeiten werden zusätzlich bezahlt. Bewohner schließen für diese Form der betreuten Seniorenwohnung einen Miet- und Betreuungsvertrag ab. Häufig unterliegt diese Wohnform nicht den Anforderungen des deutschen Heimgesetzes (HeimG), weshalb hier auch Begriffe wie „Service-Wohnen“ oder „unterstütztes Wohnen“ Verwendung finden.

Eine weitere Möglichkeit des betreuten Wohnens ist die Verbindung einer altersgerechten Wohnung mit einem Pflegeheim: In diesem können die Bewohner dann, häufig nur für einen bestimmten Zeitraum, entsprechende Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Betreute Wohngemeinschaften

Die betreute Wohngemeinschaft ist eine interessante Wohnform im Alter: Hier stehen neben den Aspekten von Pflege und Betreuung die Gemeinschaft und das Miteinander der Menschen im Mittelpunkt. In betreuten Wohngemeinschaften leben Senioren, ähnlich wie in einer WG, in einer Wohnung oder einem Haus zusammen. Die Bewohner haben ihren eigenen Wohn- und Schlafbereich und zusätzliche Gemeinschaftsräume. Eine Betreuung findet entweder stundenweise oder rund um die Uhr statt. Pflegedienstleistungen werden über ambulante Dienste abgedeckt. Diese Form des altersgerechten Wohnens, ähnlich der Senioren-WG, wird auch unter den Begriffen Pflegewohngruppe, Pflegewohnung oder begleitete Wohngruppe angeboten.

Rentnerstädte

Ähnlich der amerikanischen „Suncities“ oder „Sunbelts“ funktionieren Rentnerstädte oder sogenannte Altendörfer. Senioren leben hier wie in einer eigenen kleinen Stadt unter sich: Auf einem abgegrenzten, extra angelegten Areal werden Unterkünfte nur für Ältere geschaffen. Das Umfeld ist auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt und diese gehen, meist noch rüstig und mobil, eigenständig ihren Freizeitbeschäftigungen nach.

Senioren-WG

Bei einer Senioren-WG leben die Menschen, ähnlich der betreuten Wohngemeinschaft, in einer Wohnung oder einem Haus zusammen. Es gibt eigene Rückzugs- und Schlafbereiche. Im Unterschied zur Pflegewohngruppe werden Senioren-WGs in Eigenregie gegründet und geleitet. Dabei organisieren die Bewohner ihr Leben selbst – bei Bedarf werden ambulante Pflegedienste in Anspruch genommen. Bezeichnet werden Senioren-WGs auch als gemeinschaftliches Wohnen oder gemeinschaftliche Wohnprojekte.

Integriertes Wohnen

Als eine Form der Senioren-WG kann das integrierte Wohnen betrachtet werden. Hier teilen sich verschiedene Bewohnergruppen einen Wohnkomplex oder ein Mehrgenerationenhaus. Diese Wohnform wird von speziellen Trägern initiiert. Der Austausch und die gegenseitige Hilfe und Unterstützung werden durch Begegnungsräume gefördert. Teilweise erfolgt eine Unterstützung durch Fachpersonal.

Immobilienverrentung

Die Immobilienverrentung oder Leibrente kann eine interessante Möglichkeit für Eigentümer sein, die im Alter nicht aus ihrer Immobilie ausziehen möchten – und die zusätzliche finanzielle Mittel benötigen. Bei der Immobilienverrentung wird der Wert einer Immobilie in eine lebenslange Rente umgewandelt. Dazu verkauft der Eigentümer die Immobilie. Diese wird im Grundbuch überschrieben. Im Gegenzug erhält der Verkäufer ein lebenslanges Wohnrecht oder ein Nießbrauchrecht sowie eine Rente, die monatlich oder auch in Verbindung mit einer größeren Einmalzahlung erfolgen kann. Die Leibrente endet entweder nach einem vereinbarten Zeitraum oder mit dem Tod des Rentenempfängers. Die Höhe der Rente hängt vom Wert der Immobilie und vom Alter des Verkäufers ab.

Teilverkauf

Beim Teilverkauf wird ein Teil der Immobilie verkauft. Das kann ein Nebengebäude oder die andere Doppelhaushälfte sein. Der Verkäufer erhält einen Verkaufspreis. Damit der Verkäufer den Teil der Immobilie weiterhin nutzen kann, zahlt er ein Nutzungsentgelt. Ob sich ein Teilverkauf lohnt, muss im individuellen Fall entschieden werden. Im Gegensatz zur Verrentung kann ein Teilverkauf rückgängig gemacht werden, das heißt, man kauft den Teil der Immobilie zurück. Ist der Immobilienpreis allerdings in der Zwischenzeit gestiegen, bedeutet das für den Verkäufer ein Minusgeschäft. Auch das oft zu hoch angesetzte Nutzungsentgelt macht den Teilverkauf für Eigentümer im Alter oft unrentabel und zu riskant.

Umkehrdarlehen

Eine Variante der Immobilienverrentung ist das Modell des Umkehrdarlehens oder die Umkehrhypothek. Das Modell stammt aus den USA und ist auch unter dem Begriff „Reverse Mortgage“ bekannt. Beim Umkehrdarlehen beleiht der Eigentümer seine Immobilie. Das Haus oder die Wohnung wird als Sicherheit für ein Darlehen eingesetzt. Nach Ablauf des Vertrages muss das Darlehen zurückgezahlt werden. Die Bank kann dann das Haus verwerten. In Deutschland hat sich die Umkehrhypothek kaum am Markt etabliert.

Achtung: Eigentümer sollten bei allen Modellen die Angebote genau prüfen und die Vor- und Nachteile sowie Rechte, Pflichten und mögliche Risiken detailliert abwägen.

Immobilie im Alter verkaufen

Je nach Wünschen und Bedürfnissen der Eigentümer und auch je nach Wohnsituation kann der Verkauf einer Immobilie im Alter eine durchaus interessante Option sein.

Gründe für einen Verkauf:

  • Die Immobilie ist zu alt und bedarf einer umfassenden energetischen Sanierung.

  • Der altersgerechte Umbau der Immobilie ist zu teuer und zu aufwendig.

  • Das Haus oder die Wohnung ist zu groß und im Alter nur noch schwer zu unterhalten.

  • Die Nachkommen sollen kein Haus mit vielen „Altlasten“ erben.

Vorteile durch einen Verkauf:

  • Die erworbenen finanziellen Mittel können in eine altersgerechte Immobilie investiert werden

  • In vielen Fällen ist eine kleinere Immobilie ausreichend: Diese kann mehr Lebensqualität und Sicherheit bedeuten.

  • Je nach finanzieller Lage bleibt aus dem Verkauf Geld übrig, das für andere Wünsche verwendet werden kann.

Das Thema Verkauf der Immobilie sollte in jedem Fall durchgespielt und vor allem auch von den zukünftigen Erben einmal angesprochen werden. Viele Senioren möchten sich allerdings nicht von ihrer Immobilie, in der sie ein Leben verbracht haben, trennen. Auch ist es für viele Menschen schwer vorstellbar, in einer womöglich kleineren Wohnung noch einmal neu anzufangen und gewohnte Abläufe zu durchbrechen. Bei diesem Thema ist daher viel Fingerspitzengefühl gefragt. Alle Vor- und Nachteile und die möglichen Risiken, die zum Beispiel das Verbleiben in einem zu groß gewordenen Haus mit sich bringt, sollten behutsam besprochen werden.

Was ist Ihre Altersimmobilie wert?

Das Thema Verkauf der Immobilie im Alter ist selbstverständlich an den Wert der Immobilie gekoppelt. Oft begehen Eigentümer den Fehler, dabei nur an den finanziellen Gegenwert des Hauses zu denken. Jedoch ist vor allem der Grund und Boden, auf dem z. B. ein in die Jahre gekommenes Einfamilienhaus steht, sehr wertvoll.

Unsere hauseigenen Gutachter führen für Sie gerne eine Wertermittlung Ihrer Immobilie durch.

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Darum wissen Kunden unsere Unterstützung beim Verkauf ihrer Immobilie zu schätzen

Sehr geehrte Damen und Herren, seit über einem Jahr kümmere ich mich um das Erbe des Vaters eines Jugendfreundes von mir. Die umfangreichen Erbangelegenheiten wären ohne die Hilfe und des unermüdlichen Einsatzes von Aigner Immobilien, nie möglich gewesen...
Liebe Fr. Steinbeiß, Sie haben uns in einer für uns emotional sehr schwierigen Zeit so voller Feingefühl und gleichzeitig mit höchster Professionalität begleitet. Recht herzlichen Dank für alles von meiner Schwester und mir. Wir sind froh, dass Sie an unserer Seite waren...
Sehr geehrter Herr Steinbeiß, bravourös haben Sie uns bis zum Notar-Termin und damit zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen geführt. Trotz der unvorhergesehen Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen haben wir uns mit Ihnen auf der sicheren Seite gefühlt...

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