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Thomas Aigner
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Thomas Aigner2026-07-02 08:57:382026-07-02 08:58:01Umwandlungsgebot statt Umwandlungsverbot tut gut!Die Bundesregierung greift eine altbekannte Idee auf: leerstehende Gewerbegebäude in Wohnraum umzuwandeln. Mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro und einem maximalen Zuschuss von 30.000 Euro pro Wohneinheit – gedeckelt auf 300.000 Euro pro Investor – soll dieser Schritt nun gefördert werden.
Angesichts der anhaltenden Wohnungskrise ist jeder Impuls, der ungenutzte Büroflächen reaktiviert, ein Schritt in die richtige Richtung. Auch Eigentümer profitieren, da sich viele Gewerbeflächen ohnehin kaum noch vermieten lassen. Ein Gamechanger für die Neubaukrise ist das Programm jedoch nicht.
Umbauprojekte sind technisch komplex und extrem kostenintensiv. Das bereitgestellte Fördervolumen reicht rechnerisch für gerade einmal 10.000 Wohnungen – bundesweit kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Budget wird schnell ausgeschöpft sein, was bei Investoren zu Planungsunsicherheit führen dürfte. Dennoch sollte man die enorme Symbolwirkung dieses Programms nicht unterschätzen!
Ein echtes Plus für Investoren ist die Option zur späteren Rückumwandlung. Das ist das richtige Signal an den Markt: Wenn Eigentümer wissen, dass sie flexibel auf zukünftige Markttrends reagieren können, sinkt das Risiko solcher Großprojekte erheblich.
Rendite-Dilemma in München
Auch in München wird das Thema bereits aufgegriffen. Die Stadt will die Bundesgesetzgebung direkt nutzen und beispielsweise Anforderungen an Stellplätze lockern. Unter bestimmten Bedingungen zahlt die Landeshauptstadt ebenfalls Zuschüsse – koppelt diese jedoch an eine Mietpreisbindung. Das dürfte Eigentümer von Gewerbeimmobilien in ein Rendite-Dilemma stürzen: Da die durchschnittlichen Büromieten in München sehr hoch sind, hoffen viele Vermieter eher auf eine Renaissance des Bürosegments, anstatt Millionen in einen teuren Umbau zu stecken – erst recht, wenn im Gegenzug günstige Sozialmieten gefordert werden.
Fazit: Die Richtung stimmt, doch das Volumen ist angesichts des eklatanten Wohnraummangels viel zu gering. Wichtig ist jetzt, ins Handeln zu kommen. Bauen muss sich für die Privatwirtschaft wieder lohnen! Das gelingt nur, wenn wir Bauverordnungen radikal verschlanken, Genehmigungsprozesse beschleunigen, mehr Baurecht schaffen und das Mietrecht entschärfen.












