Thomas Aigner, Geschäftsführer Aigner Immobilien - Aigner Immobilien - Immobilienmakler München

Die Stadt München plant die Einführung eines „Mietenmonitors“: Ein digitales Tool soll öffentlich zugängliche Online-Inserate automatisch scannen, mit dem Mietspiegel abgleichen und Vermieter bei verdächtig hohen Mieten auf die rechtlichen Vorgaben hinweisen. Klingt erstmal gut und ist sicher auch populär bei der Wählerschaft – bei genauerem Hinsehen aber wird klar: Es ist ein „Bärendienst“ für Münchens Mieter. Dabei gäbe es ohne Aufwand kleine Maßnahmen, die sofort wirken würden.

Die vier größten Nachteile des „Mietenmonitors“

1.) Neue Kosten bei hohen Schulden:
Ein solches Tool braucht auf jeden Fall neues Personal. In Zeiten, in denen die Stadt ohnehin in einem Schuldenberg steckt, sind solche zusätzlichen Kosten allerdings mehr als fragwürdig.

2.) Fatales Signal für den Wohnungsbau:
Derartige Kontroll- und Konfrontationsmaßnahmen sollen Vermieter abschrecken. Abgeschreckt werden aber vor allem private Kapitalanleger, die in den dringend benötigten Wohnungsbau investieren.

3.) Keine einzige neue Wohnung:
Die Kernursache des Münchner Wohnungsdilemmas ist nicht die Gier einzelner Vermieter (die Masse der Vermieter ist entgegen dem Bild in der Öffentlichkeit im Übrigen alles andere als gierig), sondern ein seit Jahrzehnten anhaltender Mangel an Wohnraum, insbesondere im Neubau! Weder Mietpreisbremsen noch Enteignungen noch digitale Überwachungsinstrumente schaffen auch nur einen einzigen Quadratmeter zusätzlichen Wohnraum, der die Situation für Mieter entlasten würde.

4.) Vergabe „unter der Hand“:
Die Stadt hat überhaupt keine juristischen Eingriffsmöglichkeiten. Das Ganze dient lediglich der Kontrolle und will Druck erzeugen. Der „Mietenmonitor“ wird in der Konsequenz dazu führen, dass private Vermieter ihre freie Mietwohnung überhaupt nicht mehr öffentlich inserieren, sondern einfach „unter der Hand“ per Aushang im Haus oder über Mundpropaganda vergeben. Für Wohnungssuchende – insbesondere für Menschen, die von außerhalb nach München ziehen möchten – wird die Suche dadurch noch schwieriger. Aber vielleicht ist das ja ein gewünschter Effekt, weil die „Zuzügler“ in München erst mal keine Wählerstimme haben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Sofortmaßnahmen für schnelle Entlastung

Statt auf symbolische Überwachungsmaschinen zu setzen, bräuchte es echten politischen Mut und pragmatische Anweisungen, um den Wohnungsmarkt spürbar zu entlasten. Das würde sofort wirken:

1.) Ende der „Gießkannen-Subvention“:
Der Mietenstopp bei der städtischen Wohnungsgesellschaft Münchner Wohnen kostet die Stadt pro Jahr 30 Mio. Euro an Steuergeldern! Das Ungerechte daran: Das hilft ausschließlich jenen Mietern, die ohnehin schon seit Jahrzehnten zu absolut unterdurchschnittlichen Mieten bei einer städtischen Gesellschaft wohnen und aus ideologischen oder wahltaktischen Gründen von einer sonst überall üblichen Mieterhöhung verschont werden. Und das alles ohne individuelle Prüfung, sodass auch einkommensstarke Mieter stets mit fremden Geldern subventioniert werden!

Durch eine Rücknahme dieses Mietenstopps hätte die Münchner Wohnen wieder eigene liquide Mittel für den dringend notwendigen Erhalt und Neubau ihres Bestands und wäre nicht mehr von jährlichen Subventionen abhängig, die in der aktuellen Finanzlage schlicht nicht mehr darstellbar sind.

2.) Konsequente Durchführung der SEM:
Die städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen (SEM) müssen konsequent vorangetrieben werden – auch gegen teils langwierige Widerstände bei der Bürgerbeteiligung –, mit dem klaren Verweis auf die akute Mietennotlage in München. Nur so lassen sich in großem Stil neue Baugebiete und bezahlbare Wohnungen realisieren.

Fazit: Der Zweck heiligt nicht alle Mittel

Der „Mietenmonitor“ ist vor allem eins: laut, aber wirkungslos – typische Klientelpolitik eben, genau wie die Mietpreisbremse. Von dieser Maßnahme profitiert stets die wichtigste Wählergruppe: jene Mieter, die bereits eine Wohnung haben.

Das Tool suggeriert Tatendrang beim Top-Wahlkampfthema des neuen Oberbürgermeisters, bewirkt jedoch das Gegenteil: Am Ende schadet es den Mietern selbst, da das eigentliche Problem – der Mangel an Wohnraum – ungelöst bleibt. Diesen endlich durch wirkungsvolle Maßnahmen zu beseitigen, würde ALLEN helfen. Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel. Manchmal ist das Mittel auch konträr zum beabsichtigen Zweck.

Newsroom

Weitere Pressemitteilungen

Thomas Aigner, Geschäftsführer Aigner Immobilien - Aigner Immobilien - Immobilienmakler München

„Mietenmonitor“: ein „Bärendienst“ für Münchens Mieter – und was dem Markt sofort hilft

,
Der Münchner „Mietenmonitor“ ist vor allem eins: laut, aber wirkungslos. Ein Kommentar von Thomas Aigner.
Drohnenansicht von München

Münchner Immobilienmarkt 2026: Mehr Kapital, stabile Preise und starke Differenzierung

,
Bericht des Münchner Gutachterausschusses: Münchner Immobilienmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 eine spürbare Stabilisierung.
Außenansicht eines mehrgeschossigen Mehrfamilienhauses in München mit heller Fassade und großen Bäumen

Erfolgreicher Transaktionsabschluss: Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus in München-Moosach

, ,
Aigner Immobilien hat im Auftrag zweier privater Eigentümer ein Mehrfamilienhaus aus den 1960er Jahren erfolgreich vermittelt.
münchner immobilien marktbericht 26/27

Immobilienmarkt München: Aigner Immobilien veröffentlicht neuen Marktbericht

,
Die Aigner Immobilien GmbH hat ihren neuesten, detaillierten Marktbericht für die Stadt und den Landkreis München veröffentlicht.
Außenansicht eines Mehrfamilienhauses mit mehreren Balkonen, gelber Fassade und großen Fenstern in München

Bestlage München-Schwabing: Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus mit 16 Einheiten

, ,
Aigner Immobilien hat ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten in der Kaiserstraße im begehrten Münchner Stadtteil Schwabing vermittelt.
Karlsplatz Stachus in München mit historischem Karlstor am Abend

Immobilienmarkt Landkreis München: Trendwende und Comeback nach der Krise

,
Nach einer zweijährigen Schwächephase (2022–2023) verzeichnet der Immobilienmarkt im Landkreis München eine spürbare Erholung.
Aigner Immobilien München
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Umwandlungsgebot statt Umwandlungsverbot tut gut!

,
Thomas Aigner über das neue Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“
Luftaufnahme der Isar mit grünen Uferanlagen und Wohngebäuden in München nahe der Altstadt und beliebten Wohnlagen an der Isar

Die Zinsen spalten den Wohnungsmarkt

, ,
Der Eigentumswohnungsmarkt in München hat zu Beginn des Jahres spürbar angezogen. Doch der Wohnungsmarkt ist gespalten.
Außenansicht moderner Mehrfamilienhäuser in München bei Sonnenschein, weiße Fassaden, zahlreiche Fenster und Bäume im Vordergrund

Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus in München Berg am Laim

, ,
Aigner Immobilien hat ein Mehrfamilienhaus im Münchner Stadtteil Berg am Laim erfolgreich vermittelt.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Die Rückkehr der DDR? Wie Ignoranz in der Wohnungsbaupolitik Kapital vertreibt und Planwirtschaft fördert

,
Aigner Immobilien Geschäftsführer Thomas Aigner zeigt, warum politische Eingriffe Kapital vertreiben und den Wohnungsmarkt weiter belasten.
Fassadensicht eines gelben Mehrfamilienhauses mit mehreren Fenstern und einem modernen Eingangsbereich

Investment-Deal in München-Au: Aigner Immobilien vermittelt Wohn- und Geschäftshaus mit 14 Einheiten

, ,
Aigner Immobilien hat in der Münchner Au ein Wohn- und Geschäftshaus mit 14 Einheiten erfolgreich vermittelt.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

„Mietrecht II“: ein Gesetz gegen den Neubau und das private Eigentum

,
Mit schlafwandlerischer Sicherheit folgt die aktuelle Mietrechtsreform einer ideologischen Agenda. Ein Statement von Thomas Aigner.
Mehrfamilienhaus Marktbericht München 2026/2027

Aigner Immobilien Research bringt neuen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser heraus

,
Aigner Immobilien Research veröffentlicht den aktuellen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser 26/27 in München.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Die politische Lebenslüge von Dieter Reiter und der neue Populismus

,
Thomas Aigner über die Bilanz des scheidenden und die Pläne des neuen Oberbürgermeisters von München.