DIP-Analyse: Deutscher Büromarkt verzeichnet 2023 Umsatzrückgänge

60 Prozent der Immobilieninvestoren planen Ausweitung der Investitionstätigkeit

Deutsche Immobilieninvestoren blicken wieder positiver auf die Marktentwicklung. Laut einer Umfrage des globalen Immobiliendienstleisters CBRE planen 60 Prozent der Investoren im Jahr 2023 eine erhöhte oder zumindest stabile Investitionstätigkeit. Damit war die Stimmung am deutschen Immobilienmarkt etwas positiver als insgesamt in Europa, wo es nur etwa 50 Prozent waren.

Als größte Herausforderungen sehen die Investoren

  • divergierende Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern (Deutschland 66 Prozent, Europa 53 Prozent)
  • Rezessionsängste (Deutschland 54 Prozent, Europa 53 Prozent)
  • und einen schwierigeren Fremdfinanzierungsmarkt (Deutschland 49 Prozent, Europa 53 Prozent).

Deutschland attraktivster Investmentmarkt

Gefragt nach den attraktivsten Investmentmärkten nannten die europäischen Investoren Deutschland nach dem Vereinigten Königreich auf Platz zwei, gefolgt von Frankreich und Spanien. Bei den bevorzugten Städten kam Berlin nach London, Paris und Amsterdam. Frankfurt am Main erreichte Platz zehn. Die deutschen Investoren hingegen sahen Berlin auf Platz eins, gefolgt von London und München. Hamburg und Frankfurt sahen die Deutschen auf den Rängen sechs und sieben.

37 Prozent der deutschen Investoren wollen mehr investieren als  2022. Etwa 22 Prozent wollen auf dem gleichen Niveau aktiv bleiben, wobei weiterhin überwiegend Büro-, Wohn- und Logistikimmobilien im Investorenfokus stehen. Etwa 37 Prozent wollen weniger investieren. Lediglich vier Prozent planen 2023 keine Investitionen.

Nachhaltigkeit bleibt Thema

Befürchtungen vor einem Nachlassen der ESG-Bemühungen angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen scheinen sich laut Aussage von CBRE Deutschland nicht zu bestätigen: 85 Prozent der Investoren sehen in der ESG-Ertüchtigung ihrer Bestandsobjekte eine entscheidende Maßnahme.

Für die Umfrage „CBRE Europe Investors Intentions Survey“ befragte das Unternehmen zwischen dem 10. November 2022 und dem 5. Dezember 2022 629 europäische Unternehmen, die in Immobilien investieren – davon 162 aus Deutschland.

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