Baustelle einer modernen Wohnanlage in München mit Rohbauten und Baukränen bei Sonnenuntergang

Baugenehmigungen sinken 2024 auf neuen Tiefstand

Die Zahl der genehmigten Wohnungen gilt als ein Frühindikator für die künftige Bautätigkeit. Betrachtet man diesen Wert für das vergangene Jahr, sieht es düster aus. Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen um knapp 17 Prozent auf rund 216.000 Wohnungen gesunken. Der Jahresverlauf 2024 zeigt, dass das zweite Halbjahr etwas besser lief als das erste. Dennoch sank die Zahl der Baugenehmigungen das dritte Jahr in Folge und ist auf dem tiefsten Stand seit 2010. Dabei gilt es zu bedenken, dass nicht jede genehmigte Wohnung schnell errichtet wird. Zuletzt hat sich die durchschnittliche Abwicklungsdauer nochmal verlängert.

Gründe für den fehlenden Neubau sind neben dem neuen Zinsniveau die hohen Bau- und Materialkosten sowie Lieferengpässe. Deutschland liegt im europäischen Vergleich bei den Kosten für Neubauwohnungen weit vorne.

Die Immobilienwirtschaft fordert jetzt Tempo von der neuen Regierung: „Es braucht jetzt einen politischen Neustart, um Wohnungsbau in Deutschland wieder auf Touren zu bringen. Die Politikerinnen und Politiker müssen dringend sofort loslegen nach der Bundestagswahl“, sagt ZIA-Präsidentin Iris Schöberl. „Die Linie ist glasklar: weniger Bürokratie, weniger Regulierungen, mehr Tempo. Das alles wurde unzählige Male von fast allen Parteien angekündigt. Jetzt muss es endlich passieren. Die Zeit drängt.“

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