Thomas Aigner, Geschäftsführer Aigner Immobilien - Aigner Immobilien - Immobilienmakler München

München vor der Wahl: Wie stehen die Parteien zu den Themen Wohnen und Wohnungsbau?

Einschätzungen von Thomas Aigner

München wählt im März eine neue Stadtregierung und einen neuen Oberbürgermeister. Obwohl: Ob bei der Wahl wirklich Neues rauskommt, ist nicht zu erwarten. Traditionell bleibt sich die Mehrheit der Münchner einig, dass alles so bleiben solle, wie es ist. Für sie selbst soll sich bitte nichts ändern – außer, dass ihre Mieten bitte nicht steigen. Denn über 75 % der Stadtbevölkerung sind Mieter.

Lesen Sie hier, wie sich die Münchner Parteien zum Thema Wohnen und Wohnungsbau positionieren und was sich meiner Meinung nach ändern sollte.

Position der Parteien zur SoBoN

SPD, VOLT und Grüne wollen den Status Quo beibehalten, die Linke die erneute Verschärfung. CSU und die Freien Wähler plädieren für die Rückkehr zur Fassung von 2017 (FW mit ggf. Verlängerung der zeitlichen Bindung für Sozialwohnungen), die FDP möchte die SoBon von 2014 wieder einführen.

Meine Einschätzung:

  • Die SoBoN ist eins der größten Hemmschuhe für den Wohnungsbau u.a. aufgrund des hohen Anteils an preisgedämpften/geförderten Wohnungen.
  • Die Fassungen von 2017 und 2021 erhöhten die Belastungen für die Immobilienwirtschaft signifikant! Das vertrieb Investoren, verknappte das Angebot und trieb die Mieten nach oben.

Meine Vorschläge:

  • Die SoBoN muss komplett neu und ideologiefrei gedacht werden.
  • Für mehr Wohnungen für alle Einkommensschichten sind alle – nur einige vergessen dabei, wer den Großteil des Neubaus stemmt. Es ist die private Bauwirtschaft.
  • Diese braucht Anreize und Refinanzierungsmöglichkeiten auch bei hohen Kosten. Die Akteure müssen mit an den Verhandlungstisch!

Position der Parteien zu den hohen Mietpreisen

Die SPD setzt sich für Mietenstopp und eine strenge Mietpreisbremse ein und will den Mietspiegel reformieren, die Grünen wollen wie die SPD die Mietpreisbremse verschärfen und die „Münchner Wohnen“ stärken. Außerdem soll es eine städtische Anlaufstelle gegen „Mietwucher“ und Leerstand geben. CSU und FDP setzen nicht auf die Regulierung bestehender Verträge, sondern primär auf die Ausweitung des Angebots und die gezieltere Unterstützung von Mietern (Subjektförderung).

Meine Einschätzung:

  • Wer immer noch glaubt, solch rigorose staatliche Eingriffe wie Mietpreisbremsen und offizielle Stellen fürs „Anschwärzen“ würden das Problem lösen, sollte sich mal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen!
  • Es sind ideologiegetriebene, altbackene Ideen, die das „Wahlvieh“ beruhigen sollen. Denn wer sich auf den Mieterschutz konzentriert und die Vermieter zum Buhmann macht, sichert sich Mehrheiten.
  • Das Thema Mieten ist ähnlich wie das Thema Rente: Jeder denkt nur an Besitzstandswahrung, wobei die Rentner zumindest jeder seinen fairen Teil eingezahlt haben.

Meine Vorschläge:

  • Nicht pauschal alle Mieter schützen, sondern fragen, wer wirklich Unterstützung braucht.
  • Den Vermieter nicht als Feindbild sehen und das Vermieten nicht noch unattraktiver machen – Interessensausgleich statt Spaltung in „gut“ und „böse“.
  • Das Angebot drastisch ausweiten, indem man den Neubau beschleunigt und massiv fördert.

Position der Parteien zur SEM

Die SPD hält an der städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) im Münchner Norden und Nordosten fest und auch die Grünen setzen sich weiter dafür ein. Die CSU hält das Instrument für gescheitert und setzt auf Kooperation mit verkaufswilligen Eigentümern. Ähnlich sieht es die FDP, die zu dem kooperativen Stadtentwicklungsmodell KOSMO zurückkehren will. Die Freien Wähler lehnen die SEM ebenfalls ab.

Meine Einschätzung:

  • Die SEM ist gescheitert. Seit zwei Jahrzehnten wird hier diskutiert, aber es ist noch kein Bagger gerollt.
  • Man verliert sich hier in Diskussionen und Plänen.
  • Der Oberbürgermeister hält sich hier raus und zeigt damit, dass er kein echtes Interesse hat, steigende Mieten in den Griff zu bekommen. Denn das würde ihm ja die Grundlage seiner Klientelpolitik nehmen.

Meine Vorschläge:

  • Statt hier endlose Diskussionen zu führen und den Eigentümern Angst vor Enteignungen zu machen, sollte man dort Wohnraum erstellen, wo es schnell realisierbar.
  • Das Projekt ist zu groß gedacht und es gibt zu viele unterschiedliche Interessen.
  • Anstatt hier jeden überzeugen zu wollen, sollte man erst mal mit denen sprechen, die verkaufen wollen. Denn wer wirklich bauen will, muss Bauland ausweisen und die Bagger rollen lassen. Vom Diskutieren und Moderieren entstehen keine Wohnzimmer, Küchen und Bäder.

Lesen Sie hier mein Statement über die aktuellen Prioritäten des Münchner Oberbürgermeisters zum Thema Wohnungsnot.

Newsroom

Weitere News

Brauner Gerichtshammer aus Holz mit Gold und Ansicht einer goldenen Waagschale

BGH-Urteil: Keine Maklerprovision für Hausverwalter

Ein Hausverwalter darf für die Vermittlung von Mietverträgen über Wohnungen aus dem verwalteten Bestand keine Maklerprovision verlangen. Das hat der BGH entschieden.
Symbolbild Gesetz Novelle Häuser mit einem Paragrafen, Häusern und Gerichtshammer aus Holz

BGH: Vermieter müssen nicht automatisch Vergleichsangebote einholen

BGH stärkt Vermieter: Kein Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot allein wegen fehlender Vergleichsangebote.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Umwandlungsgebot statt Umwandlungsverbot tut gut!

,
Thomas Aigner über das neue Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“
Baustelle einer modernen Wohnanlage in München mit Rohbauten und Baukränen bei Sonnenuntergang

Bauland in München: Erfreuliche Entwicklung aber kein Gamechanger für den Neubau

,
Bauland bleibt in München knapp: 2025 wurden nur 6 Hektar für Geschosswohnungsbau umgesetzt, deutlich weniger als im langjährigen Mittel.
Luftaufnahme der Isar mit grünen Uferanlagen und Wohngebäuden in München nahe der Altstadt und beliebten Wohnlagen an der Isar

Die Zinsen spalten den Wohnungsmarkt

, ,
Der Eigentumswohnungsmarkt in München hat zu Beginn des Jahres spürbar angezogen. Doch der Wohnungsmarkt ist gespalten.
Baustelle Baubranche München Stadt Kräne

Baugenehmigungen steigen – Branche bleibt pessimistisch

,
In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind die Baugenehmigungen in Deutschland gestiegen.
Symbolbild: Haus mit Skala Energieausweis

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) soll „Heizungsgesetz“ ablösen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2024, auch „Heizungsgesetz“ genannt, soll novelliert werden.
Außenansicht moderner Mehrfamilienhäuser in München bei Sonnenschein, weiße Fassaden, zahlreiche Fenster und Bäume im Vordergrund

Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus in München Berg am Laim

, ,
Aigner Immobilien hat ein Mehrfamilienhaus im Münchner Stadtteil Berg am Laim erfolgreich vermittelt.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Die Rückkehr der DDR? Wie Ignoranz in der Wohnungsbaupolitik Kapital vertreibt und Planwirtschaft fördert

,
Aigner Immobilien Geschäftsführer Thomas Aigner zeigt, warum politische Eingriffe Kapital vertreiben und den Wohnungsmarkt weiter belasten.
Fassadensicht eines gelben Mehrfamilienhauses mit mehreren Fenstern und einem modernen Eingangsbereich

Investment-Deal in München-Au: Aigner Immobilien vermittelt Wohn- und Geschäftshaus mit 14 Einheiten

, ,
Aigner Immobilien hat in der Münchner Au ein Wohn- und Geschäftshaus mit 14 Einheiten erfolgreich vermittelt.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

„Mietrecht II“: ein Gesetz gegen den Neubau und das private Eigentum

,
Mit schlafwandlerischer Sicherheit folgt die aktuelle Mietrechtsreform einer ideologischen Agenda. Ein Statement von Thomas Aigner.
Mehrfamilienhaus Marktbericht München 26/27

Aigner Immobilien Research bringt neuen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser heraus

,
Aigner Immobilien Research veröffentlicht den aktuellen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser 26/27 in München.
Hände eines Mannes, die einen Versicherungsvertrag unterschreiben, daneben ein graues Miniaturhaus auf dem Tisch

Verschärfung des Mietrechts: Gesetzentwurf zur Mietrechtsreform

Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 einen Gesetzentwurf zur Reform des Mietrechts beschlossen. Die zentralen Punkte im Überblick.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Die politische Lebenslüge von Dieter Reiter und der neue Populismus

,
Thomas Aigner über die Bilanz des scheidenden und die Pläne des neuen Oberbürgermeisters von München.
Thomas Aigner und Jenny Steinbeiß, Geschäftsführung - Aigner Immobilien - Immobilienmakler München

Rückblick auf die Exklusivveranstaltung „Immobilien-Dialog“ von Aigner Immobilien und dem Wealth Management der BW-Bank München

Rückblick auf die Exklusivveranstaltung „Immobilien-Dialog“ von Aigner Immobilien und dem Wealth Management der BW-Bank München.

Newsroom

Startseite » München vor der Wahl: Wie stehen die Parteien zu den Themen Wohnen und Wohnungsbau?© 2026 - Aigner Immobilien
5.0 Sterne - basierend auf 610 Bewertungen
Geben Sie die E-Mail Adresse an, welche Sie bei Ihrer Registrierung verwendet haben.
Sie erhalten in kürze eine E-Mail mit einem einmaligen Login link.
Kundenkonto
Sie sind momenten nicht in Ihrem Kundenkonto angemeldet.
Registrieren

Oops! Wir konnten dein Formular nicht lokalisieren.