Der Münchner Büromarkt hat im zweiten Quartal 2022 eine Vollbremsung hingelegt. Nachdem sich die Zurückhaltung aus dem ersten Pandemiejahr 2020 gelegt hatte, erwischten die Auswirkungen des Ukraine-Krieges die Akteure kalt.

Die schlechten Nachrichten für Eigentümer von Einzelhandelsimmobilien reißen nicht ab. Nachdem die Pandemie dem schon lange vorhandenen Trend zum E-Commerce einen kräftigen Schub verschafft hat, drücken nun die hohe Inflation und die drohende Rezession auf die gerade erst wiedererwachte Einkaufslust der Konsumenten.

Es ist eine explosive Mischung, die sich über dem gewerblichen Immobilienmarkt in Deutschland zusammengebraut hat: Der Krieg, die immer noch störungsanfälligen Lieferketten, die explodierenden Energiepreise und die überraschend starke Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank haben Investoren und Eigentümer von Immobilien verunsichert.

Mit einem Rekordumsatz von mehr als 110 Milliarden Euro ging das Immobilienjahr 2021 in Deutschland zu Ende. Getrieben wurde das Ergebnis allerdings von einer Reihe Firmenzusammenschlüssen wie der Übernahme des Wohnungskonzerns Deutsche Wohnen mit mehr als 140.000 Wohnungen durch den Konkurrenten Vonovia. Die schwedische Heimstaden übernahm zudem alle 17.600 Wohnungen von der gleichfalls schwedischen Akelius.

Der gewerbliche Immobilienmarkt in Deutschland hat seine kurzzeitige Verunsicherung schnell überwunden. Damit zeigt sich mal wieder, dass Immobilien in Krisenzeiten – vor allem in München – ein sicheres und stabiles Investment sind.

Ebenso wie Büroobjekte waren auch Logistikimmobilien schon vor der Corona-Krise eine gefragte Anlageklasse, da sie planbaren, konstanten Cashflow bieten. Unter anderem der wachsende Onlinehandel sorgte für einen großen Bedarf an Lagerhallen und Auslieferungslagern.

Die Pandemie zertrümmert weite Teile des Einzelhandels. Kaum eine Immobilienart hat so unter den Schließungen gelitten. Eigentümer mussten Mieten stunden und nicht selten auch komplett darauf verzichten.

Der Münchner Immobilienmarkt konnte im „Corona-Jahr“ 2020 die Höhenflüge der Vorjahre nicht wiederholen. Während bei Wohnimmobilien und Wohnportfolios eine ungebrochen rege Nachfrage herrschte, brach der Umsatz mit gewerblich genutzten Immobilien im Vergleich zum Vorjahr um rund die Hälfte ein.

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Preise auf dem Münchner Immobilienmarkt war bei mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern spürbar. So gab es etwa bei dem einen oder anderen Neubau leichte Verzögerungen bei der Fertigstellung, was zu einem späteren Verkauf der Immobilie führte. Bei bestehenden Objekten zogen Verkäufer teilweise ihre Angebote vom Markt zurück aus Sorge, die erhofften Preise nicht mehr erzielen zu können.

Wie hat sich Deutschlands Investmentmarkt in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres entwickelt? Lesen Sie hier einen Überblick über die jeweilige Performance der Top 7-Standorte.