Ansicht von modernen Hochhäusern vor blauem Himmel

Investmentimmobilien Büromarkt München: Abwarten auf allen Seiten

Die Schockstarre auf dem Münchner Immobilienmarkt hält an. Sie könnte ihren Höhepunkt aber überschritten haben. Auf dem gewerblichen Investmentmarkt werden wieder erste größere Projekte für den Verkauf vorbereitet. Bei Neubauwohnungen sind zu dem in Teilbereichen schon leichte Preissteigerungen zu beobachten. Eine generelle Trendwende ist aber noch nicht abzusehen.

Große Zurückhaltung bei Gewerbeimmobilien

Vor allem im gewerblichen Segment herrscht bei Käufern und Verkäufern nach wie vor große Zurückhaltung. Viele Käufer warten auf weiter fallende Preise. Opportunistische Investoren lauern gar auf Schnäppchen, wenn Projektentwickler oder Eigentümer aufgrund der stark gestiegenen Zinsen bei einer Refinanzierung verkaufen müssen.

Auf der anderen Seite trauen sich die Verkäufer nicht richtig, ihre Immobilien in den Markt zu geben, da sie im Moment nicht wissen, ob sie einen angemessenen Preis dafür bekommen. Denn die Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern gehen immer noch weit auseinander.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Banken in fast allen gewerblichen Segmenten mit Finanzierungen sehr zurückhaltend geworden sind. So sind aktuell vor allem eigenkapitalstarke Investoren wie Family Offices, Versorgungswerke und Versicherungen als Käufer aktiv.

Zurückhaltung auf dem Münchner Immobilienmarkt

Die Zurückhaltung belegen die Zahlen des Gutachterausschusses. Der Umsatz auf dem gesamten Münchner Immobilienmarkt summierte sich im Jahr 2022 auf gerade einmal 11,9 Milliarden Euro. Das waren 37 Prozent weniger als im Rekordjahr 2021. Auch der Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre wurde um gut 20 Prozent unterschritten.

Größter Verkauf war das Olympia Business Center (OBC) am Georg-Brauchle-Ring für deutlich über 300 Millionen Euro an das Family-Office Athos. Die Bayerische Landesbank trennte sich zudem von mehreren Immobilien im Umfeld ihres Hauptsitzes in der Maxvorstadt.

Größte Bürotransaktion in München im ersten Halbjahr 2023

Im ersten Halbjahr dieses Jahres hielt die Starre an. Der Umsatz mit gewerblichen Immobilien ging um mehr als die Hälfte auf rund 680 Millionen Euro zurück. Die größte Bürotransaktion im ersten Halbjahr 2023 war der Verkauf des Bürogebäudes Vinzent in Neuhausen an die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) für mehr als 100 Millionen Euro. Die Mehrzahl der Verkäufe lag im Bereich zwischen 20 und 60 Millionen Euro.

Projektentwickler halten sich mit dem Kauf von Grundstücken für künftige Büroneubauten zurück. Der Geldumsatz sank 2022 in diesem Segment um rund 90 Prozent.

Grundstücksverkauf an Apple

Auch in diesem Jahr sehen Projektentwickler keine Notwendigkeit in Grundstücke zu investieren. Eine Ausnahme macht der Verkauf eines Grundstücks in der Nähe des Hauptbahnhofs durch den Freistaat Bayern an den kalifornischen Technologiekonzern Apple. Das Computerunternehmen will auf dem weitgehend brachliegenden Areal seinen bestehenden Campus in der Münchner Innenstadt erweitern.

Der Verkauf mit einem Volumen von 250 Millionen Euro war zugleich die größte Transaktion in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Allerdings sondieren derzeit einige große Eigentümer einen möglichen Verkauf ihrer Objekte. Zu nennenswerten Abschlüssen dürfte das jedoch erst im Laufe des kommenden Jahres führen.

Weitere Informationen über den Gewerbeimmobilienmarkt lesen Sie in unserem immobilien marktbericht investment 23/24.

Newsroom

Weitere News

Drohnenansicht von München

Münchner Immobilienmarkt 2026: Mehr Kapital, stabile Preise und starke Differenzierung

,
Bericht des Münchner Gutachterausschusses: Münchner Immobilienmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 eine spürbare Stabilisierung.
Außenansicht eines mehrgeschossigen Mehrfamilienhauses in München mit heller Fassade und großen Bäumen

Erfolgreicher Transaktionsabschluss: Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus in München-Moosach

, ,
Aigner Immobilien hat im Auftrag zweier privater Eigentümer ein Mehrfamilienhaus aus den 1960er Jahren erfolgreich vermittelt.
Baustelle einer modernen Wohnanlage in München mit Rohbauten und Baukränen bei Sonnenuntergang

Wohnungsbau in Deutschland fällt auf 15-Jahrestief

,
Zahlen vom ifo-Institut: Trotz des anhaltenden Wohnungsmangels werden in Deutschland immer weniger Wohnungen gebaut.
Moderne Bürogebäude mit Glasfronten vor blauem Himmel in Münche

DIP-Büromarktbericht: München wächst gegen den bundesweiten Trend

,
DIP-Halbjahresbilanz 2026: Büromärkte bewegen sich zwischen steigenden Mieten und schwacher Nachfrage.
münchner immobilien marktbericht 26/27

Immobilienmarkt München: Aigner Immobilien veröffentlicht neuen Marktbericht

,
Die Aigner Immobilien GmbH hat ihren neuesten, detaillierten Marktbericht für die Stadt und den Landkreis München veröffentlicht.
Außenansicht eines Mehrfamilienhauses mit mehreren Balkonen, gelber Fassade und großen Fenstern in München

Bestlage München-Schwabing: Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus mit 16 Einheiten

, ,
Aigner Immobilien hat ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten in der Kaiserstraße im begehrten Münchner Stadtteil Schwabing vermittelt.
Karlsplatz Stachus in München mit historischem Karlstor am Abend

Immobilienmarkt Landkreis München: Trendwende und Comeback nach der Krise

,
Nach einer zweijährigen Schwächephase (2022–2023) verzeichnet der Immobilienmarkt im Landkreis München eine spürbare Erholung.
Aigner Immobilien München
Brauner Gerichtshammer aus Holz mit Gold und Ansicht einer goldenen Waagschale

BGH-Urteil: Keine Maklerprovision für Hausverwalter

Ein Hausverwalter darf für die Vermittlung von Mietverträgen über Wohnungen aus dem verwalteten Bestand keine Maklerprovision verlangen. Das hat der BGH entschieden.
Symbolbild Gesetz Novelle Häuser mit einem Paragrafen, Häusern und Gerichtshammer aus Holz

BGH: Vermieter müssen nicht automatisch Vergleichsangebote einholen

BGH stärkt Vermieter: Kein Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot allein wegen fehlender Vergleichsangebote.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Umwandlungsgebot statt Umwandlungsverbot tut gut!

,
Thomas Aigner über das neue Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“
Baustelle einer modernen Wohnanlage in München mit Rohbauten und Baukränen bei Sonnenuntergang

Bauland in München: Erfreuliche Entwicklung aber kein Gamechanger für den Neubau

,
Bauland bleibt in München knapp: 2025 wurden nur 6 Hektar für Geschosswohnungsbau umgesetzt, deutlich weniger als im langjährigen Mittel.
Luftaufnahme der Isar mit grünen Uferanlagen und Wohngebäuden in München nahe der Altstadt und beliebten Wohnlagen an der Isar

Die Zinsen spalten den Wohnungsmarkt

, ,
Der Eigentumswohnungsmarkt in München hat zu Beginn des Jahres spürbar angezogen. Doch der Wohnungsmarkt ist gespalten.
Baustelle Baubranche München Stadt Kräne

Baugenehmigungen steigen – Branche bleibt pessimistisch

,
In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind die Baugenehmigungen in Deutschland gestiegen.
Symbolbild: Haus mit Skala Energieausweis

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) löst „Heizungsgesetz“ ab

Nach dem aktuellen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) gilt die 65%-Regel bei Heizungen nicht mehr. Dafür gilt nun die Bio-Trepp

Newsroom