Moderne Bürogebäude mit Glasfronten vor blauem Himmel in Münche

Der deutsche Büromarkt hat im ersten Halbjahr 2026 wieder an Dynamik verloren. Das zeigt die aktuelle Halbjahresbilanz von DIP – Deutsche Immobilien-Partner, zu der auch Aigner Immobilien gehört. Untersucht wurden 15 deutsche Büromärkte, darunter Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München.

Während die Flächenumsätze insgesamt zurückgingen und die Leerstände weiter zunahmen, stiegen die Mieten für moderne Büroflächen erneut. München entwickelte sich gemeinsam mit Berlin deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Flächenumsatz bundesweit rückläufig

In den analysierten Märkten belief sich der Büroflächenumsatz einschließlich Eigennutzern im ersten Halbjahr 2026 auf rund 1,59 Mio. m². Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang um 6,2 %. Die leichte Erholung des Jahres 2025 hat sich damit zunächst nicht fortgesetzt.

Nur zwei der 15 untersuchten Standorte konnten ihre Flächenumsätze steigern: Berlin legte um 55 % zu, München um 24 %. Düsseldorf blieb mit einem Rückgang um 4 % noch vergleichsweise stabil. An allen anderen DIP-Standorten gingen die Umsätze zurück. Besonders deutlich fiel das Minus in Karlsruhe aus, gefolgt von Frankfurt am Main. Laut DIP sind diese starken Rückgänge allerdings auch auf Stichtagseffekte und außergewöhnlich hohe Vorjahresumsätze zurückzuführen.

Als Gründe für die insgesamt schwächere Marktaktivität nennt DIP unter anderem die steigenden Öl-, Gas- und Rohstoffpreise sowie die nur zögerlich einsetzende konjunkturelle Erholung. Viele Unternehmen halten sich weiterhin mit Neuanmietungen und Flächenerweiterungen zurück. Flexible Arbeitsmodelle und Homeoffice führen zudem teilweise zu einer Reduzierung der genutzten Büroflächen.

München bleibt einer der stärksten Büromärkte

In den „Big Seven“ blieb der Flächenumsatz mit rund 1,37 Mio. m² und einem Rückgang um 1,4 % nahezu stabil. Ihr Anteil am Gesamtumsatz der untersuchten DIP-Märkte erhöhte sich von 82 % auf 86 %. Die Nachfrage konzentrierte sich damit noch stärker auf die großen Bürostandorte.

Berlin übernahm mit rund 380.000 m² und einem Plus von 55 % die Spitzenposition. München folgte mit rund 355.000 m² und einem Zuwachs um 24 % auf Rang zwei. Damit gehörte die bayerische Landeshauptstadt zu den beiden einzigen untersuchten Märkten mit steigenden Flächenumsätzen.

Hamburg erreichte trotz eines leichten Rückgangs den dritten Platz. Frankfurt am Main fiel nach mehreren Großtransaktionen im Vorjahr auf Rang vier zurück. Außerhalb der „Big Seven“ sank der Flächenumsatz deutlich stärker. Hier zeigte sich an allen acht untersuchten Standorten eine rückläufige Entwicklung.

Leerstände nehmen weiter zu

Parallel zu den schwächeren Flächenumsätzen stieg der Büroflächenleerstand in den 15 DIP-Märkten innerhalb eines Jahres um 11,2 % auf rund 9,88 Mio. m². Die durchschnittliche Leerstandsquote erhöhte sich von 6,4 % auf 7,3 %.

Auch in den „Big Seven“ wuchs das kurzfristig verfügbare Flächenangebot. Dort stieg die Leerstandsquote von 7,7 % auf 8,4 %. Ebenso nahmen die Angebotsreserven an allen analysierten mittelgroßen Standorten zu.

München bleibt der teuerste Büromarkt Deutschlands

Trotz wachsender Leerstände stiegen die Mieten weiter. Die durchschnittliche gewichtete Spitzenmiete der 15 untersuchten Büromärkte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 % auf rund 31,79 €/m². Die mittlere Citymiete stieg um 2,5 % auf 19,71 €/m².

München bleibt mit einer Spitzenmiete von 60,00 €/m² der teuerste Büromarkt Deutschlands. Mit einem Plus von 7,1 % verzeichnete die Stadt zugleich den höchsten Mietanstieg unter den genannten Spitzenstandorten. Dahinter folgen Frankfurt am Main mit 55,00 €/m², Berlin mit 46,50 €/m² und Düsseldorf mit 46,00 €/m².

Treiber dieser Entwicklung ist laut DIP der anhaltende „Flight to Quality“. Unternehmen fragen weiterhin vor allem moderne, ESG-konforme und für flexible Arbeitsformen geeignete Büroflächen nach. Da das Angebot in diesem Segment begrenzt bleibt, steigen dort die Mieten, während nicht mehr zeitgemäße Flächen zunehmend von Leerständen betroffen sind.

Für München ergibt sich damit ein vergleichsweise starkes Bild: Die Stadt verbindet einen deutlich gestiegenen Flächenumsatz mit dem bundesweit höchsten Spitzenmietniveau und dem stärksten Mietanstieg unter den genannten Top-Standorten.

Newsroom

Weitere News

Baustelle einer modernen Wohnanlage in München mit Rohbauten und Baukränen bei Sonnenuntergang

Wohnungsbau in Deutschland fällt auf 15-Jahrestief

,
Zahlen vom ifo-Institut: Trotz des anhaltenden Wohnungsmangels werden in Deutschland immer weniger Wohnungen gebaut.
Moderne Bürogebäude mit Glasfronten vor blauem Himmel in Münche

DIP-Büromarktbericht: München wächst gegen den bundesweiten Trend

,
DIP-Halbjahresbilanz 2026: Büromärkte bewegen sich zwischen steigenden Mieten und schwacher Nachfrage.
münchner immobilien marktbericht 26/27

Immobilienmarkt München: Aigner Immobilien veröffentlicht neuen Marktbericht

,
Die Aigner Immobilien GmbH hat ihren neuesten, detaillierten Marktbericht für die Stadt und den Landkreis München veröffentlicht.
Außenansicht eines Mehrfamilienhauses mit mehreren Balkonen, gelber Fassade und großen Fenstern in München

Bestlage München-Schwabing: Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus mit 16 Einheiten

, ,
Aigner Immobilien hat ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten in der Kaiserstraße im begehrten Münchner Stadtteil Schwabing vermittelt.
Karlsplatz Stachus in München mit historischem Karlstor am Abend

Immobilienmarkt Landkreis München: Trendwende und Comeback nach der Krise

,
Nach einer zweijährigen Schwächephase (2022–2023) verzeichnet der Immobilienmarkt im Landkreis München eine spürbare Erholung.
Aigner Immobilien München
Brauner Gerichtshammer aus Holz mit Gold und Ansicht einer goldenen Waagschale

BGH-Urteil: Keine Maklerprovision für Hausverwalter

Ein Hausverwalter darf für die Vermittlung von Mietverträgen über Wohnungen aus dem verwalteten Bestand keine Maklerprovision verlangen. Das hat der BGH entschieden.
Symbolbild Gesetz Novelle Häuser mit einem Paragrafen, Häusern und Gerichtshammer aus Holz

BGH: Vermieter müssen nicht automatisch Vergleichsangebote einholen

BGH stärkt Vermieter: Kein Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot allein wegen fehlender Vergleichsangebote.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Umwandlungsgebot statt Umwandlungsverbot tut gut!

,
Thomas Aigner über das neue Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“
Baustelle einer modernen Wohnanlage in München mit Rohbauten und Baukränen bei Sonnenuntergang

Bauland in München: Erfreuliche Entwicklung aber kein Gamechanger für den Neubau

,
Bauland bleibt in München knapp: 2025 wurden nur 6 Hektar für Geschosswohnungsbau umgesetzt, deutlich weniger als im langjährigen Mittel.
Luftaufnahme der Isar mit grünen Uferanlagen und Wohngebäuden in München nahe der Altstadt und beliebten Wohnlagen an der Isar

Die Zinsen spalten den Wohnungsmarkt

, ,
Der Eigentumswohnungsmarkt in München hat zu Beginn des Jahres spürbar angezogen. Doch der Wohnungsmarkt ist gespalten.
Baustelle Baubranche München Stadt Kräne

Baugenehmigungen steigen – Branche bleibt pessimistisch

,
In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind die Baugenehmigungen in Deutschland gestiegen.
Symbolbild: Haus mit Skala Energieausweis

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) löst „Heizungsgesetz“ ab

Nach dem aktuellen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) gilt die 65%-Regel bei Heizungen nicht mehr. Dafür gilt nun die Bio-Trepp
Außenansicht moderner Mehrfamilienhäuser in München bei Sonnenschein, weiße Fassaden, zahlreiche Fenster und Bäume im Vordergrund

Aigner Immobilien vermittelt Mehrfamilienhaus in München Berg am Laim

, ,
Aigner Immobilien hat ein Mehrfamilienhaus im Münchner Stadtteil Berg am Laim erfolgreich vermittelt.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH

Die Rückkehr der DDR? Wie Ignoranz in der Wohnungsbaupolitik Kapital vertreibt und Planwirtschaft fördert

,
Aigner Immobilien Geschäftsführer Thomas Aigner zeigt, warum politische Eingriffe Kapital vertreiben und den Wohnungsmarkt weiter belasten.