Symbolbild: Modell von einem kleinen Haus mit blauem Dach und Münzen

Was kostet ein Profi-Makler?

Maklervertrag und Courtage

Wann fällt Maklerprovision an?

aktualisiert am 10.2.2026

Die Maklerprovision, auch Courtage genannt, ist die Gebühr, die ein Immobilienmakler erhält, wenn er ein Haus oder eine Wohnung erfolgreich vermittelt hat.

Sie schon dann als stillschweigend vereinbart, wenn allgemein zu erwarten ist, dass der Makler nur gegen eine Gebühr tätig wird (§ 653 BGB).

Als erfolgreich wird die Vermittlung dann angesehen, wenn der Miet- oder Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Geregelt ist die Provision im Maklervertrag. Erst, wenn dieser Geschäftsabschluss erfolgt ist, wird die Maklerprovision fällig.

Welcher Rechtsanspruch liegt zugrunde?

Der Anspruch des Maklers ist im Bürgerlichen Gesetzbuch begründet (BGB § 652 Abs. 1 BGB). Allerdings ist im Gesetzestext auch festgeschrieben, dass die Provision für den Makler nur dann zu entrichten ist, wenn er direkt durch eine Leistung am Vertragsabschluss beteiligt war. Das heißt, es muss ein „kausaler Zusammenhang“ (Ursache und Wirkung) zwischen der Maklertätigkeit und dem Abschluss des Hauptvertrages geben. Die Nachweispflicht liegt in der Regel beim Makler.

Qualifizierter Alleinauftrag

Um die Beteiligung am Vertragsabschluss sicherzustellen, vor allem aber, um eine Immobilie bestmöglich vermarkten zu können, wird der sogenannte qualifizierte Alleinauftrag empfohlen. Das stellt die für beide Seiten sicherste Vertragsform dar. Damit hat der Makler das alleinige Recht, die Immobilie zu vermarkten. Weder der Eigentümer noch andere Makler dürfen in diesem Fall nach einem Käufer suchen. Kommt es dazu, dass der Eigentümer an einen Kaufinteressenten gelangt, muss er diesen an den Makler verweisen. Der Verkauf darf nicht am Makler vorbei stattfinden, anderenfalls kann der Makler Schadensersatz fordern.

Wie hoch ist die Maklerprovision?

Je nach Region beträgt die Provisionshöhe zwischen drei und sechs Prozent des Kaufpreises plus Mehrwertsteuer (3,57 % bis 7,14 % in toto). Käufer und Verkäufer müssen sich die Kosten seit Dezember 2020 zur Hälfte teilen (Provisionsaufteilungsgesetz)

Wenn die Höhe der Maklercourtage allerdings nicht explizit vereinbart wurde, gilt die ortsübliche Provisionshöhe. Auftraggeber können die ortsübliche Provisionshöhe auch bei Immobilienmaklerverbänden und Handelskammern erfragen.

Der Maklervertrag

Damit die Maklerprovision zulässig ist, muss ein Maklervertrag geschlossen worden sein. Das heißt, der Makler muss die vorgeschriebene Informationspflicht zwingend einhalten.

Zur Informationspflicht definiert der Immobilienverband IVD

  1. die Belehrung über das Widerrufsrecht
  2. den Gesamtpreis der Leistung
  3. die Identität des Maklers bzw. Unternehmens
  4. den wesentlichen Inhalt des Maklervertrag

Ist der Maklervertrag ungültig, ist auch eine darauf aufbauende Maklerprovision laut Gesetz unzulässig.

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