Stornierungsflut im Wohnungsbau - Aigner Immobilien News

Stornierungsflut im Wohnungsbau

Steigende Energie- und Materialkosten sowie hohe Zinsen setzen auch der Baubranche zu. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Aufträge für Wohnungsbauvorhaben storniert werden. Die Anzahl der Bauunternehmen, die von Stornierungen betroffen sind, steigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Demnach waren im September 2022 16,7 Prozent der befragten Unternehmen von Stornierungen betroffen. Im August waren es nur 11,6 Prozent.

Laut ifo sinken auch die Geschäftserwartungen für das Jahr 2023. So liegt der entsprechende Index des Instituts bezogen auf Unternehmen in der Baubranche aktuell bei minus 53,2 Prozent.  „Die Unternehmen verfügen im Schnitt immer noch über große Auftragsreserven, aber die Zukunftssorgen waren selten so groß. Die Erwartungen notieren auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung 1991“, sagt Felix Leiss, ifo-Fachreferent.

Auch Lieferengpässe nehmen zu

Hinzu kommen Lieferengpässe beim Baumaterial. So meldeten 32,7 Prozent der befragten Unternehmen Engpässe. Im Vormonat lag der Anteil noch bei 36,4 Prozent. „Die Materialengpässe entspannen sich nur langsam und die hohen Energiepreise verteuern das knappe Material zusätzlich. Die Bauunternehmen müssen die höheren Beschaffungskosten an die Kunden weitergeben“, so Leiss.

Das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München ermittelt monatliche einen Geschäftsklimaindex, der als ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt. Für seine Prognosen befragt das Institut monatlich Tausende Unternehmen, darunter solche aus der Baubranche.

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