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michaelaneumann2025-05-05 14:52:262025-05-05 14:53:15Neue Maßnahmen Stadt München: Baustellen sollen beschleunigt werdenBaukonjunktur im ersten Quartal eingebrochen – große Befürchtungen aufgrund Materialengpässen
Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sind die Umsätze der Baubranche in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres deutlich eingebrochen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts liegen die Umsätze der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2021 bei 16,4 Milliarden Euro. Das sind etwa 9,4 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Für Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), sind der Wintereinbruch sowie die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes die Hauptgründe für diese Entwicklung. „Auch im März haben die Umsätze im Wirtschaftsbau mit ca. 3,1 Milliarden Euro (-5,0%) und öffentlichen Bau mit ca. 2,3 Milliarden Euro (-2,0%) nicht das Vorjahresniveau erreicht. Im Wohnungsbau sehen wir mit ca. 2,0 Milliarden Euro ein schmales Plus von 0,7%“, kommentiert Pakleppa die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Eine unterschiedliche Entwicklung bemerkt er bei den Aufträgen: „Während die Nachfrage im Wohnungsbau hoch bleibt, ist die Nachfrage aus der Wirtschaft weiter volatil. Nach den positiven Signalen im Februar gab es hier im März wieder einen Dämpfer.“ Umso wichtiger bleibe es daher, dass die öffentliche Hand ihre Funktion als Auftraggeber wahrnehme.
Sorgenkind Materialknappheit
Zwar hat sich laut dem Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts die Stimmung im Bauhauptgewerbe im Mai verbessert – dennoch bereitet das Problem der Materialknappheit zunehmend Sorge.
Bei Kunststoffen und Holz blieben laut ZDB-Hauptgeschäftsführer Pakleppa vielfach Lieferungen aus, bei Stahl und Metallen gebe es deutliche Preiserhöhungen: „Die Engpässe haben das Potenzial, die Baustellen im Sommer zum Erliegen zu bringen. Unsere Unternehmen befürchten Baustellenstopps und Kurzarbeit.“
Um Lösungen für die aktuelle Materialknappheit und den Preisanstieg bei Holzprodukten und weiteren wichtigen Baumaterialien zu finden, hatte sich bereits Ende April der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) gemeinsam mit anderen Bau- und Handwerksverbänden an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt. In einer gemeinsamen Videokonferenz am 19. Mai erteilte Altmaier einem Exportstopp für Holz zwar eine deutliche Absage, will sich jedoch dafür stark machen, die Kurzarbeitergeldregelung bis Ende 2021 zu verlängern. Ebenfalls Handlungsbedarf sehe der Minister beim Verzicht auf Konventionalstrafen bei lieferbedingten Bauzeitverzögerungen.













