BFW: Bezahlbaren Wohnungsbau nicht durch veränderte Förderpolitik gefährden

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen kritisiert die Veränderungen in der Neubauförderung, die zum 1. Februar 2022 das Ende der KfW-Förderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 vorsehen – ein Schritt, der die Schaffung bezahlbaren Wohnraums mit zeitgemäßem energetischem Standard gefährden würde.

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen kritisiert die noch von der Großen Koalition geplanten Veränderungen in der Neubauförderung. Danach soll die KfW-Förderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 der Bundesförderung für effiziente Gebäude zum 1. Februar 2022 auslaufen. „Dieser Schritt gefährdet die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum mit einem hohen energetischen Standard“, erklärte BFW-Präsident Andreas Ibel in Berlin. „Die Klimaschutzpolitik muss darauf ausgerichtet sein, dass sich möglichst viele Menschen eine Wohnung mit einem zeitgemäßen energetischen Standard leisten können. Ohne Förderung sind aber genau solche Projekte wirtschaftlich nicht mehr darstellbar“, ergänzte der BFW-Präsident. „Bezahlbarer Wohnraum, der den Klimaschutz im Gebäudesektor voranbringt, wird damit unrealistisch. Deshalb ist es wichtig, die Förderung auf einem hohen Niveau zu verstetigen“, so Ibel.

Der BFW-Präsident fügte hinzu: „Erfolgreicher Klimaschutz im Gebäudesektor ist nur möglich, wenn Neubau und Bestand gleichermaßen zur Erreichung der Ziele beitragen. Beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden, denn Neubau ist der Bestand von morgen. Die Förderung von Neubauprojekten muss daher bereits jetzt auch auf die ambitionierten Klimaschutzziele der Zukunft ausgerichtet sein. Mit der nun verkündeten Änderung der Förderpolitik stellt das BMWI die Haushaltslage über den Klimaschutz“, so Ibel abschließend.

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